Home > Allgemein > Friedensfest zum Weltfriedenstag

von Sonja Newiak

Bei strahlendem Hochsommerwetter fand am Vortag des Weltfriedenstages und im Gedenken des 80. Jahrestages des durch den Überfall Nazideutschlands auf Polen ausgelösten 2. Weltkrieges ein von den Friedensaktivisten der Stadt getragenes Kinder- und Friedensfest statt.

Die in der Friedenskoordination verbundenen Aktivisten der LINKEN, der DKP, attac und einfach „nur“ Menschen luden zum Familienhaus ein zu Ansprachen, Gesang und Tanz beliebter Cottbusser Künstlerensembles, zum Kranichefalten und Friedenstaubenbasteln. An den Ständen der Unterstützer wie „Eine-Welt-Laden“, greenpeace, Stadtmuseum konnte man fair Gehandeltes erwerben, sich zur Jahrhunderte währenden Migrationsgeschichte der Stadt informieren, Abrüstungs- und Naturschutzinitiativen unterschreiben, sich informieren  und sich am Kuchenbasar stärken. Davon machten über den gesamten Nachmittag viele Familien mit großen und kleinen Kindern regen Gebrauch und folgten dem von Matthias Loehr moderierten Programm.

In seiner Eröffnungsansprache mahnte der Oberbürgermeister Holger Kelch die Verantwortung der Deutschen zu Frieden und Verständigung angesichts der Geschichte des von Deutschland vom Zaun gebrochenen Krieges an. Nicht Feindschaft, sondern der Dialog ist friedensschaffend, im Großen wie im Kleinen. Justizminister Stefan Ludwig belegte dies am Beispiel der sich gut entwickelnden grenzübergreifenden Zusammenarbeit mit Polen, gemeinsamen Projekten und dem Wahrnehmen des grenznahen Raumes als touristisches Ziel von und auf beiden Seiten. Trotz des problematischen Verhältnisses zur polnischen Regierung betrachten die polnischen Regionalpartner Brandenburg als Brücke nach Rußland, die es auch aus ihrer Sicht für ein friedliches Miteinander zu erhalten gilt.

Ralf Franke von ver.di sprach sehr deutliche Worte zur gefährlichen und zugleich Soziales vernichtenden  Aufrüstungspolitik von NATO und Bundesregierung. Er rief zur Unterstützung der Kampagnen „Abrüsten statt Aufrüsten“ und „Appell an die Bundesregierung zum Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag“ auf. Er verband dies mit der Forderung, jeder solle an seinem Platz das ihm Mögliche für eine friedliche Entwicklung tun. Übereinstimmend mit diesem Gedanken fordert die Friedenskoordination Cottbus den OB und die Stadtverordneten in einem Offenen Brief auf: „Macht Cottbus zur Stadt des Friedens“.

Zum Abschluß der Veranstaltung forderten die Veranstalter die Besucher auf, bei der Wahl am 1. September  zu prüfen, welche der Parteien am konsequentesten für eine auf Frieden gerichtete Politik einsteht.

Foto mit der Gruppe „Träumer und Menschen“

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